KLAVIERSPIElKUNST und – Technik

von Ivo Csampai

Musikalische Früh/verziehung bis instrumentale Fort/verbildung.

(Gute Musik wirkt ewig.)

Selbst bedeutende Pianisten/innen der Vergangenheit, insbesondere der Gegenwart benützen ihren weltweiten Bekanntheitsgrad, um sich Karriere-Vorteile zu schaffen gegenüber ihrer Konkurrenten, indem sie versuchen neben einer erfolgreich vollzogenen Bühnenkarriere auch als professionale Botschafter der Musik und des eigenen Instrumentes sich in Szene zu setzen, somit sich ein unangefochtenes Denkmal für ewig zu verschaffen, dies allerdings in kurioser Weise meistens unklug und für deren Schülerkreise verhängnisvoll falsch, ja fatal sich auswirkend. Ein echtes Kunstverständnis des Klavierspiels ist heute als Mangelware nicht zuletzt auch klavierhistorisch begründbar –  die fälschliche Kultivierung der methodischen Missverständnisse, auch epochal, nahezu unüberwindbar.

Carl Philipp Emanuel Bach


Schon vor Zeiten Carl Philipp Emanuel Bachs galt es als höchstes Ideal ein cantables Spiel zu kultivieren, einen singenden Klavierton und -klang klavierspieltechnisch zu erzeugen und zu entwickeln. Wie aber ? – blieb bis auf den heutigen(!) Tag die alles entscheidende Gretchenfrage und wird es auch immer bleiben.. es ist nicht nur eine „Reise vorwärts“,  es ist auch eine Reise „rückwärts“  –  eine Reise in die Ewigkeit – in die Musik selbst und ihrer Meisterwerke? 

Sie begannen mit der Aufstellung eines IDEALS (eben des oben schon beschriebenen), dass der Klavierton weich wie kernig zu singen habe…..und in seiner entsprechenden Dauer und Wertigkeit auszuhalten, auszuhören sei… ähnlich einem Streichinstrument (Bogeneinteilung) oder dem Gesang (Atemstütze).                                              Klaviersignifikanter noch: Dass die zu spielende Noten entsprechend ihrer vollen Wertigkeit vom ersten Moment des Erklingens im Voraus(!) klangvorstellungsmäßig anzugeben seien und dies nicht nur einem natürlichen Legato gegenüber, sondern auch einer Plastizität des mehrstimmigen, mehrdimensionalen Klavierklanges zuliebe, egal ob auf einem historischen Hammerklavier ..

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       ….. oder auf einem Steinway heutiger Zeit ausgeführt.  

Das Klavierspiel ist insofern auch schwieriger, ja anspruchsvoller, als jedes Musikinstrument, da kein Bogen bewegungs-technisch zur Verfügung steht, wie bei den Streichern, welche übers Klavier fälschlich das Gegenteil zu behaupten pflegen, indem sie glauben, es wäre dadurch unvergleichbar „leichter“. Auch keine Atemluftsäule des Bläsers scheint notwendig. Welche Tonerzeugungs-Nähe ist denn gegeben am Klavier in Bezug auf den körperlichen Kontaktpunkt? Die nackte, kalte Taste, darüber hinaus noch das Pedal, die Pedale. Selbst das Vibrato ist nicht möglich. Nein – viele Streicher irren sich oder haben darüber doch wohl noch zu wenig Ahnung. (Gleichermaßen vergöttern sie Lang Lang, logisch, nicht?!)

Das lächerliche Virtuosengehabe heutiger Konzertpianisten/innen schreit förmlich zum Himmel und gilt eher als geschmacksverirrende Egoshooter-Manier, denn als kompetente Klavierspielkunst.
Wer je einmal tiefer hineingeraten sollte in den Pool der aktiven Pianisten und Klavierpädagogen, wird sich wiederfinden in einem TOHUWABOHU unterschiedlichster Halbwahrheiten, welche das künstlerische Klavierspiel anbelangen.

Schnell wird klar: Heute wird nicht einmal nur der „Versuch“ unternommen eine „wahre Art des Klavierspiels“ zu formulieren, so wie etwa schon vor mehreren hundert Jahren sich C.Ph.E.Bach bemühte diesen Versuch zu unternehmen. Unwissenheit aus Ignoranz gegenüber bestehendem Wissen ist heute Tagesordnung und wird an Musikhochschulen, besonders in Meisterkursen sogar weiter noch verbreitet. – Achtung! Verletzungsgefahr!!

„Nur wäre es zu wünschen, daß die Unterweisung auf diesem Instrumente hin und wieder etwas verbessert, und das wahre Gute, welches, wie überhaupt in der Musik, also besonders auf dem Claviere noch bisher bey wenigen anzutreffen gewesen ist, dadurch allgemeiner würde.“ 1753

Wie schon seit Bachsohn: Die Scharlatane hatten seitdem und haben nach wie vor leider immer wieder stets das Sagen. In der immerwährenden Minderheit sind diejenigen, welche unverbildet ihren eingeschlagenen Weg zu gehen bereit sind, ungeachtet der allgemeinen Ver(w)irrung um sie herum.  Selbst ein Chopin stufte die Tonbildung vorrangig dem Studium der Geläufigkeit spieltechnisch ein und wie recht hatte er damals schon. Heute spielt doch allerorts oberflächliche Geläufigkeit eine größere Rolle, dies wünschte er zeitlebens wohl auch zu verhindern.

Frederic Chopin


Die „allgemeinen“ Missverständnisse hierüber und deren Vergiftungspotential (Gidon Kremer) wirken sich aktuell heute ohnehin schon kritisch in allen wichtigen Bereichen des Musikbetriebs weiter aus (Tohuwabohu). Das Chaos kann kaum perfekter sein! Eine „wahre Lehre der Musik“ und deren adäquate Ausführung ist heute mehr denn je gefährdet, nicht alleine die der Instrumente!

Oberfläche obsiegt – Sensibilität verliert

Die Ausbildung zum Pianisten/zur Pianistin* (und andere Musiker) ist mehr als nur lückenhaft und zu sehr einer spielerischen Spontanität (Wilder Reiter) geopfert, weniger einer rezeptiven Spielform geschuldet.

„Musikwettbewerbe sind etwas für Rennpferde, nicht für Musiker“, schrieb einmal Béla Bartók. Und dennoch wird die „heilige Kuh“ des Musikbusiness nicht einmal angetastet. Das Musik-Business fördert damit die Kunstlosigkeit, den Sport der „Musik“, eben den sportiven Moment, nichts weiter. Empfindungsqualität Privatsache. Auch die größten Talente wurden und werden so schief gewickelt, schon von klein auf lückenhaft ausgebildet – alles läuft trotzdem unter der Bezeichnung „Musizieren“ u.v.m.

Verziehung statt Erziehung – Leerwerk statt Lehrwerk

Von den hundert bis tausend Klavierschulwerken, die den heutigen Markt gnadenlos überschwemmen, können sich vielleicht nur eine oder zwei als echte „Schule“ bezeichnen, alle anderen sind verkappte Klavierstücksammlungen, welche sich „Klavierschule“ kaum nennen dürften und ohne spürbare Methodik sind, von Didaktik kaum zu reden. Die Verwässerung der methodischen Termini allein hat Methode, wie man so schön sagt. Eine einheitliche Terminologie, eine klare Sprache sogar innerhalb der Fachkreise scheint heute (2019) immer mehr noch aus den Fugen zu geraten. Und was geben wir unseren Schülern weiter, den Freiheitsbegriff dabei fälschlichst bemühend?

Etwa: Anything goes? – Alles ist möglich?

Vorausgesetzt man verfügt über die besten Pädagogen von Anfang an: methodiksicher, unverbildet, verständig, körperbewusst und emphatisch, ganzheitlich und musikalisch gebildet sowieso, doch wo sind sie geblieben? Eine nahezu ausgestorbene menschliche Spezies?

(Ein Bild von Anna Stadler, der wohl erfolgreichsten Klavierpädagogin Deutschlands fehlt noch im Internet)

Die Kunst des Klavierspielens vegetiert weiter global unter einer Haube der kollektiven, methodischen Unkenntnis sowie Ignoranz ihrer Vertreter – Pianisten und Klavierpädagogen*. Daran hat sich bedauerlicherweise nichts geändert und es gilt wenigstens festzustellen, dass sich dahingehend leider auch in Zukunft kaum etwas ändern wird, trotz der herausragenden Reformbemühungen einiger Ausnahmepädagogen* und Ausnahmepianisten der vergangenen und gegenwärtigen Zeit. Wer oder was sollte das aktuell heute noch verändern können? Die derzeit existierenden musikpädagogischen Strömungen, sind sie denn etwa nicht eher dazu geneigt, das defizitär Bestehende weiter und weiter zu tradieren? Wer möchte seine Schwächen, somit seinen unsicheren, eingefahrenen Standpunkt schon offen zugeben und dadurch seine Karriere oder Stellung eventuell gefährden wollen? Was kümmert jene schon z.B. der fachliche Diskurs unter dem Motto „Die besten Pädagogen an die Musikschulen“? Selbst die „Fortbildungen und Meisterkurse“ versagen großflächig in diesen Punkten unter dem Motto Musikalische Frühverziehung bis „Instrumentale Fort/verbildung“.

Wie sollte es auch anders sein, wenn die Pädagogik ständig versäumt eine Lehre zu etablieren, welche die Fähigkeit besitzt „in kleinste Münze zu wechseln“?! (H.Bier) Wie sollte es anders sein, wenn unzureichende Pädagogik plus unzureichende Methodik es zum Standard macht, von Außen nach Innen, eben nicht von Innen nach Außen zu agieren, Häuser von Oben nach Unten zu bauen, also Dächer auf nicht vorhandene Mauern zu errichten, eben nicht von Unten nach Oben ?? Man kann vom Großen zum Kleinen nur dann erfolgreich gehen, wenn man vorher vom Kleinen zum Großen bereits gegangen ist. Am Ende kommt dabei jenes heraus, was wir heute als Konzertbesucher dann auch noch über uns ergehen lassen, wie man so schön sagt „konsumieren“. Woher sollen den Musikhochschulen dieses denn alles wissen? Es ist Realität: Sie wissen es nicht. Und werden es auch nicht erfahren! Bei soviel Verblendung und Farblosigkeit ist es nicht zu erwarten, dass Musik-Hochschulen Farbe bekennen. In einem TOHUWABOHU vielleicht schon – höchst unverbindlich!

Ein Versuch über die wahre Art ein Instrument zu spielen, treffen Suchende hier wie dort jedenfalls in seltensten Fällen nur an.


Es ist nur an zwei Händen abzuzählen, welche herausragenden Pädagogen des künstlerischen Klavierspiels „anders geartet“ ihre wertvolle Arbeit machen, die Details studiert haben, dadurch methodisch kenntnisreich in praxi sind. Dies ist leider gesehen der einzige Ausblick, welcher einen immerhin sehr vagen Hoffnungsschimmer offen noch ließe! Und es sind ja nicht nur die Ausbildungsstätten, es sind vor allem die Künstler auf der Bühne und Pädagogen selbst, eben der Mainstream dieses sensibelsten Kunsthandwerkes, welcher Unheil stiftet. Eine Epidemie des Unverstandes, weit und breit. Es klafft eine Riesenlücke, sagen wir Wissen- und Bewusstseinslücke, in der Lehre und Ausbildung zum Pianisten, Dozenten und Klavierpädagogen: Das praktische WIE.

Prof. Elgin Roths 12 Ratschläge

Diese zwölf Ratschläge beschreiben kurz umrissen, um was es dabei letztendlich geht und sie sollten u.a. allen Klavierkunst-Ausübenden sowie Klavierpädagogen dringendst ans Herz gelegt werden. Wie beratungsresistent auch immer diese Zielgruppe zu sein scheint, liegt allerdings negativ auf der Hand. Wie einfältig es sich für keinen unbekannten Klavier-„Weltstar“ ausnimmt, wenn er z.B. die Behauptung auf youtube ins Netz stellt, „Es gäbe gar keine Technik“?? Oder ein anderer Star das Erarbeiten der C-Dur Tonleiter auf übelste Weise in einen seiner Videos an dessen tausende von klavierübenden Anhänger direkt weitergibt, öffentlich sich selbst dabei unbeabsichtigt bloßstellend, einfach locker vom Hocker auf dümmlichste sowie falschester Art und Weise dabei verfährt, gleichzeitig seiner Anhängerschaft die Neuerscheinung seiner schriftlichen Klavierschule ankündigt. Vollkommen daneben- ja gefährlich!! – Man wird massenweise mit bester Absicht nur für blöd verkauft! Der Witz dabei ist ja der, dass die Masse das auch noch glaubt was da verzapft wird und für künstlerisch wertvoll erachtet! Wer nimmt denn Anstoß daran, dass Falsches derart sich multipliziert?

Pianisten(Musiker) sowie Klavierpädagogen aller Couleur finden keine gemeinsamen Mysterien, um die es sich lohnt zu kämpfen. Sie finden somit keine gemeinsame Sprache, keine wissenschaftliche, gültige Terminologie. Sie mystifizieren damit das Mysterium, das nach allem anderen verlangt, als immer wieder nochmals fälschlich mystifiziert zu werden. Das führt in die Sackgasse, in der sich die Pianistik sowie Pädagogik heutzutage befindet! Die Sehnsucht nach einer Klarheit ist immer jedoch groß und die Spiritualität bleibt maßgeblich, nachgerade in der Kunst des Klavierspiels – der Geist.

Ein Geist, kundig der methodischen-pädagogischen, sprich feingliedrigen, zusammenhängenden Vorgänge innerhalb der praktisch handwerklichen Ausführungen – eben dem spezifischen WIE.
Diese Weise der Tonbildung und des geistigen Klangvorstellung-Vermögens am Instrument ist immer noch nicht allgemein bekannt (siehe oben!), selbst unter Fachleuten nicht, geradezu unter Pianisten nicht!

Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen, Text und Nahaufnahme

„..denn Ziererei erscheint,.. wenn sich die Seele (bewegende Kraft) in irgendeinem anderen Schwerpunkt befindet, als in dem Schwerpunkt der Bewegung.“ (Kleist)

Aus falscher Ziererei kann nur eine“falsche Spieltechnik“, eben keine Natürliche hervorgehen, gleichermaßen aus einer zwanghaft exaltierten, gestisch ununterbrochen die Musik kommentierenden Spieltechnik wird sich das „Wahre“und Authentische in der Musik nicht wirklich gewinnen, nicht glücklich schöpfen lassen.

Friedrich Rabl

Spieltechnisch gesehen führt dieser von Friedrich Rabl geäußerte Satz genau in die richtige Richtung. Die Modifizierung und Variabilität der zu spielenden Klaviertöne ist während des Erklingens durch nichts anderes zu beeinflussen und verwirklichen als durch das bewusste Zuendehören und AUSHÖREN der von der ersten Sekunde angegebenen Klangdauer, dem Notenwert, steht eine Pause danach, ist sie mit einzubeziehen – fachterminologisch als NOTENWERTANGABE bekannt, bzw. immer noch nicht genügend bekannt unter den Ausübenden, ob Musikschullehrer oder Hochschulprofessor. Das pragmatische Wissen über die Notenwertangabe sowie über das Aushören dürfte ……. als zentral signifikantes „Know how“der Klavierspielkunst zumindest in den weitesten Fachkreisen der Pianistik leider völlig ins Abseits geraten zu sein. Ein blinder Fleck innerhalb der Ausbildung, auf der Konzertbühne etc. ..ein immer noch unentdeckter Makel unserer Zeit, für immer verloren? Es betrifft ja weitestgehend alle aktiven Musiker und Pädagogen* – die methodisch praktische Unkenntnis, somit ein fehlende Bewusstsein hierfür.

Fr. Chopin forderte, dass die Qualität des Tones, die Tonbildung vor dem Studium der Geläufigkeit gelernt sein muss.

Eines der sicherlich wichtigsten Bücher für Musiker/Pianisten/Klavierpädagogen/Studenten, ebenso das folgende Buchwerk.

Die Tonbildung am Klavier bleibt das zentrale Thema einer natürlichen Klavierpädagogik und deren Klavierspielkunst, dem INNEREN HÖREN

Das „Innere Hören“ steht zuerst als Titel und Bezeichnung einer im besten Sinne didaktisch lückenlosen Schulung des natürlichen Klavierspiels von Stufe Eins bis Unendlich, und dies seit vielen Jahrzehnten mit nachweisbar vollem Erfolg.

Im Anfängerunterricht wird bereits in den ersten Stunden eine solide Basis gelegt, die im fortgeschrittenem Stadium mit Leichtigkeit eine „große“ und immer umfangreichere Spieltechnik erlangt, welche zeitlebens auf gefestigten, ganzheitlichen Pfeilern ruht und weiterhin unendliche Entwicklungschancen für den Lernenden garantiert. Die differenzierte Variabilität der klanglichen Tongebung ist das Herzstück dieser weltweit einzigartigen Ausbildung sowie ihrer Spieltechnik.

“ Die Tonbildung am Klavier „

Das zentrale Thema einer natürlichen Klavierpädagogik und deren Klavierspielkunst, dem INNERE HÖREN, zur Vermeidung der Irrwege heutiger Klavierpädagogik und Pianistik, bzw. ihrer epochal anhaltenden Ignoranz.

Mir ist noch kein Pianist* und Klavierpädagoge* begegnet, welcher nach einer praktischen Einführung und Unterweisung selbst im fortgeschrittenen Alter sich nicht überrascht und überzeugt zeigte, begeistert alles dafür geben würde die Grundlagen des inneren Hörens noch hinzuzulernen, bzw. umzulernen. Es handelt sich schließlich um eine Spielweise, eine Spieltechnik, die in jedem Musiker* von Natur aus als Anlage individuell vorhanden ist, jedoch grundlegend in praxi am Musikinstrument von der Musiker-Allgemeinheit noch nicht fachkundig genug im innersten Wesen erschlossen wurde. Die Tür hierzu steht einladend weit offen, doch Musiker*, Bühnenstars oder Lehrer, gehen an ihr unwissend vorüber. Die Pädagogen des inneren Hörens dagegen wissen, wovon sie signifikant zu zeigen und sprechen bereit sind, wenn es um das innere Hören innerhalb der Musik geht. Eine Musik, die ohne inneres Hören auskäme, wäre keine Musik. Folglich ist das Erschließen einer einfacheren Mozart Sonate ohne dem eigentlich nicht möglich, weder für einen Musikabiturienten noch für Lang Lang. Das Dilemma liegt somit wieder einmal auf der Hand. denn gespielt werden Mozarts Sonaten trotzdem!

Ob es dann die wunderbaren Mozart-Sonaten sind und nicht eher „Lang Lang-Mozart“-Sonaten, liegt wiederum auch auf der Hand. Man dient in erster Linie den egoistischen Eigeninteressen und nicht den Interessen von Mozarts Musik. das Gift des Kommerz hat die klassische Musik um ihrer wahren Wurzel und Quelle beraubt, so wie die „Topp-Leute“ heute Klavier spielen. Auch dies ist deutlich hörbar. (Herr Lang Lang ist nur eines der auffallenden Beispiele, es gibt derer so so viele, sie sind zumindest in der Überzahl.) Mit dem HÖREN ging es die letzten Jahrzehnte unter Musikern jedenfalls drastisch bergab.

Je weniger du am Instrument schaust und machst und tust, desto besser wirst du hören, somit auch besser spielen.

Aktivität in einer nicht tuenden Weise > Activity in a non doing way (F.M.Alexander-Technik)

ITS IN THE INNER EAR
“I think technique is the ability to produce what you want. The presupposition is that you want something. So before going to the piano and practicing, training your muscles, which is a waste of time. Because it’s not in the muscles, it’s in the brain, it’s in the inner ear. You have to hear – Schnabel used to say it all the time – you have to hear before you play. If you play before you hear what you’re going for, it’s an accident, and everything is built then on an accident.”
Leon Fleisher

Kurz und knapp gesagt: Wir spielen und verfeinern unsere Spieltechnik allzeit nur so. als wie wir unsere Qualität des inneren Hörens während des Spielens verbessern, tonliche Idealität erzeugen. Dies ist die größte Herkulesaufgabe, gemessen an den vielen Komponisten, deren unzähligen Werke wir angemessen zu erzeugen versuchen, auch text und charaktergetreu wiederzugeben haben. Schließlich klingen Haydn-Töne anders als Mozart-Töne, Beethoven anders als Schubert-Töne, usw. – Der Ton macht die Musik.

Tonwert und Dauer, der charakterliche Klangkern, seine Farbe und Dynamik, alles wirkt ineinander, Tonhöhe stammt direkt vom Komponisten, willkürlich anarchistische Eingriffe des Spielers oder Interpreten weichen einer vieldimensionalen Klangkultur, welche ihresgleichen sucht.

Erhören, als ein ausgestorbenes Hör-Wort innerhalb der heutigen Umgangssprache meinte so etwas wie „empfangen“ und „sinngemäß richtig lesen“, beziehungsweise „verstehen“ – langsam immer mehr oder tiefer verstehen. Die Klavierpädagogik sollte noch tiefer gehen. 
Dorthin, wovon heutige Pianisten weit entfernt sind und ohne jegliche Anleitung kaum hinfinden werden können. Es kommt darauf an, WIE ich den kürzesten Weg gehe. Dieses Wie und Wodurch ist der kürzeste und natürlichste Weg.

Sicher, es gibt wenige kompetente Lehrer, sie sind womöglich sogar kaum unter den Hochschullehrern zu finden, unter den Pianisten noch weniger – zu hoher geistige Kontrollverlust – der Willkür überlassen, sogenannte „Selfmade-Pianisten“, die glauben das Rad neu erfunden zu haben, manchmal zu theatralisch oder clownig von ihrem ungenügenden Nachvollzug ablenkend. In ungezügelter“ Hau Rein- Menatlität“ erobern sie die Bühnen der Welt, wenn das alles auch noch in „untrüglicher Sicherheit“ abgeliefert wird, ja dann, dann gelten sie schon als aufstrebende Weltpianisten. Zuviele gibt es davon schon auf dem momentanen Markt und die Klassikbranche höhlt sich selber aus, wenn sie das nicht mehr erkennt. Es ist einfach, dies zu durchblicken.

Aus welchen Gründen auch immer die Musikbranche in ihrer Wertschöpfung sich selbst hat korrumpieren lassen, die Musik lässt sich dennoch nicht korrumpieren und so müssen sich gerade die Prominenz der Musiker fragen lassen, in wie weit ihre eigene Musik schon verinnerlichte Züge dieser „Korrumptionsversuche“ klanglich negativ bereits in sich trägt, sich somit ausgeprägt und dezimiert hat. Diese unvollkommen vorgetragene Musik setzt man dann dem Publikum vor und wir beklatschen es….

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Erwartungshaltung der Zuhörerschaft gegenüber eines Klavierkünstlers vor und während des Konzerts – von Könnern, Kennern und Nichtkönnern


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Es gibt grob vereinfacht 3 verschiedene Kategorien innerhalb des Publikums:

 

> Könner (vorne links)

> Kenner (vorne mittig)

 > Nichtkönner (Reihe 2)                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           

Diese 3 Archetypen sagen erstmal nichts direkt über die spezifische Wahrnehmungsfähigkeit des einzelnen Rezipienten aus.  Auch Könner können“gekonnt“ hochkarätig irren,

… während Nichtkönner in der Einfachheit ihres Verständnisses die musikalische Auslegung des Pianisten eventuell natürlicher nachvollziehen und begreifen.

Nach dem Motto: Je mehr eine/r kann, desto tiefer kann er auch irren, bzw. fallen.

Deshalb tun sich allgemein Nichtkönner auch leichter.  Sie urteilen nach einem Gesamteindruck, oft sehr wahrheitsnahe.

Ein Könner hat dagegen viel mehr fachliches Wissen zu „verwalten“ und sucht Differenzierung.

Kenner sind meist sehr zurückhaltend in ihrer Beurteilung. Wie die Nichtkönner streben sie nicht(!) nach einer allgemein gültigen Wahrheit und geben sich beton unvoreingenommen.

…. im Gegensatz zu Könnern, welche die Urgestalt einer jeden Komposition verwirklicht hören/sehen wollen und die handwerkliche Spielweise des Pianisten zu verstehen trachten, zumal wenn sie selbst den Klavierlehrerberuf aktiv ausüben.

Könner, selbst in praxi pianistisch tätig, bemühen ihr analytisches Wahrnehmen so wie es Juroren im Musik-Wettbewerben tun, wenn auch  mit mehr Erfolg als Juroren.

Wie gesagt, der Irrwege gibt es genug, gerade unter den Könnern!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Klavierspielkunst und deren´Schulen´

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 UNBESCHRITTENE WEGE   –    KLANGKULTUR AUF ABWEGEN!

Die Ausbildungsschulen des künstlerischen, klassischen Klavierspiels unterscheiden sich im Großen, erst recht im  Kleinen kaum voneinander.  Trotz nach einem, auf den ersten Blick vielfältig unterschiedlichen,  jedoch nach genauerem Hinsehen,  sich nur bemühend um ein äußerliches Erscheinungsbild einer methodisch „möglichen“ Lehrweise (Didaktik), versuchen sie sich auf dem hart umkämpften Markt unter- und voneinander abzugrenzen. Diese alle zusammen bilden die Pianistinnen und Pianisten von Morgen aus, darunter auch Klavierspiel-Akademien jeglicher Art, nicht nur die sagenumwobenen Musikhochschulen – auch hier scheint die Masse standardmäßig das (träge) Sagen zu haben. Die fälschliche Sorge um einen Verlust der angeblichen(?) Vielfalt einer individuellen Spielweise, wie auch deren methodisch „unterschiedlichen“ Herangehensweisen musikalischer Natur, scheint nur vorgeschoben zu sein, um normativen, notwendigen Erkenntnissen leichterdings aus dem Wege zu gehen! Hiermit wird jedoch genau das Gegenteil bewirkt, alle spielen ähnlich unvollkommen. Warum?  Weil klaviermethodisch normative Erkenntnisse bisher kaum interessierten und deshalb auch geistig wie in praxi spielerisch quasi unbewusst geblieben sind.  Um der Spontanität des unbewussteren Spiels Willen, wird auf rezeptive Spielhaltung fast gänzlichst verzichtet. Ja, wie ist es denn um die rezeptive, klangfördernde Haltung des Spielers in Wirklichkeit bestellt?  Ein vielfach einziges Heischen nach „interpretatorischer“ Individualität, gleichgestellt mit „tatsächlicher“, leider fälschlich angenommenen Freiheit, nimmt den Großteil des Raumes ein, kaum mehr.  Schnelles, „sicheres“ Auswendiglernen und tempobetont schnelles Spiel meist als einzige, gewalt(tät)ige Herausforderung an die Gedächtnisleistung –  Klangkultur auf Abwegen!

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„Musikantentum am Klavier“ ist eine wichtige Errungenschaft heutiger Ausbildung.    Was, wenn eine übergroße Mehrzahl dieser Pianisten und Klavierspiel-Ausbilder unter Druck der beruflichen Vermarktung samt Ausbildung ein eigenes nach klangtechnischen Prämissen orientiertes Spiel sowie Technik unbeispielhaft und unvollkommen weitergeben auf der Konzertbühne oder im Unterrichtsraum und alle es dem gleichtun? Dann bleibt dies als der Mainstream und als Verkümmerung der allgegenwärtigen klassischen Klavierspielkultur inklusive seiner Scheuklappen nur noch übrig, eine Art geistige Digitalisierung unerworbener Fähigkeiten, eine zu geschlossene Schranke,  um in natürlicher Weise zu einer idealen Klangrealisierung am Instrument Zugang zu finden – wie schon beobachtbar über Jahrzehnte hinweg. Eine künstlerische Beispielhaftigkeit für zukünftige Generationen bleibt fast ausgeschlossen, mit seltensten Ausnahmen einiger Wenigen.   Unbeschrittene Wege, die zu gehen vorhanden wären, aber leider unbekannt geblieben sind, verhindern aktuell immer mehr die Idealhaftigkeit der klassischen Klavierspielkunst, allerorts.

Die Wiederentdeckung der Einfachheit, mit ihr die höchsten Errungenschaften der Klavierspielkunst ein Unding? Unter den vorherrschenden Bedingungen, der wenig geeigneten, oftmals ganzheitlich fälschlichen Lehrinhalte sicher ja. Man achte nur einmal auf die habituel exaltierten „Ausweich“-Gebärden der meisten Klavier-Hochbegabungen auf öffentlichen Konzertbühnen! Unter den Stars ergibt sich dasselbige Bild, der selbige defizitäre Klavierklang. Nicht die Bewegung ist es, die den idealen Klavierton erzeugt, sondern es ist der Geist, die ideale Klangvorstellung (der Geist) und deren analog spieltechnisch beste, ideale Umsetzung (das Körperbewusstsein/die Klavierspieltechnik) .

Motto: Technik ist die Vermeidung aller überflüssigen Bewegungen.

Der Schlüssel aller großer Klavierspielkunst liegt im rechten Hören, einem inneren Lauschen, einem inneren Hören, so wie es einst Beata Ziegler formulierte. Dieses Hören umfasst das damit einhergehende Wissen, in erster Linie das spieltechnische Bewusstsein um die klangentfaltenden Möglichkeiten des Klaviers. Genau diese werden nirgendwo im rechten Sinne gelehrt. Sie werden nur erahnt, jedoch nicht didaktisch als praktische Kunst gelehrt. Praktizieren kann es jeder nachdem er/sie es gelehrt bekam. Das Gros der Pianisten/innen weiß leider nicht viel darüber. Und das Publikum dadurch noch weniger. In der Schule hätte man nachsitzen müssen, um das Versäumte aufzuholen. In der Pianistenausbildung drängt ein jeder auf die Konzertbühne ohne dieses spezielle Bewusstsein, welches jedoch das Pianistische geradezu ausmacht.

Sollten nun denn alle Klavierkünstler, ob Pädagoge oder nur Künstler, nachsitzen? Meine Antwort wäre ein Ja, nicht alle, aber der überwiegend große Teil, darunter auch die Bekanntesten. Die Angelegenheit wäre schnell vermittelt, in einer Art Fortbildung, derer man sich unterziehen müsste, klavierspieltechnisch gesehen. Ob man danach seine Spielweise ein wenig umstellen müsste oder nicht, bliebe einem selbst überlassen.

Zuviel Angst ist im Spiel seine angebliche „Individualität“ verlieren zu können. Pianisten sind sensible Wesen! Sie wollen sich niemals verbiegen lassen. Dies führt zu einer Wiederentdeckung des Rades, des eigenen Hamsterrades sogar! Deshalb sträuben sich selbst Weltstars neu hinzu zu lernen – wie schade! Professoren der Klavierspielkunst sowieso, sie sitzen fest und stempeln alle als arrogant ab, die es besser wissen könnten!?

Das hat wieder dieselbe Methode, Scheuklappen aufsetzen! Jene Scheuklappen, die das innere Hören und dessen Klangkultur außer Kraft setzen! Dabei wäre es nicht allzu aufwendig, Neues hinzu zu lernen.

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Somit wird selbst die Unlust Neues hinzu zu lernen von Studentengeneration zu Studentengeneration unreflektiert weitergereicht.  Alles nach dem fälschlichen Motto, das Pianistenleben wäre zu kurz, um Neues zu erlernen. Nämlich: Ausgleich (Ballance), statt Ausweich(Exaltiertheit)! Also zweite Wahl, kaum die erste Wahl – so auch deren „Klavierspielkunst“!

Im Jazz wird es als „mit gezinkten Karten spielen“genannt, wenn eine/r nicht wirklich  frei spielt. Friedrich Gulda spielte echten Jazz dagegen – er konnte beides! Doch auch ein Genie wie Gulda, hätte womöglich profitiert. Sicher hätte er das! Auch ein Brendel hätte profitiert, vielleicht wollte er nicht mehr? Zuviel Erfolg macht blind, besser gesagt taub!

Die Wiederentdeckung der Einfachheit scheint keinesfalls einfach zu sein, wenn es um Offenheit und Transparenz des Pianisten geht. Die Pfade hierzu sind gelegt, wir müssten nur wieder dahin gelangen und sie neu beschreiten.  Jeder Tag ist ein neuer Tag,“ wir alle sind Anfänger“, sagte mir einmal ein mit der japanischen Tempelmusik vertrauter Großmeister des Shakuhachi-Spiels im Garten des Zenklosters.

Rezeptive Haltung erfordert geistige Durchdringung, allen praktischen Anforderungen gegenüber. Spontane Spielhaltung zielt meist auf Gewalt ab, wie das Wort „Anschlag“ schon zeigt. Wir „nehmen“ die Taste, den Akkord, wir „tragen“ den Klang, niemals schlagen oder sinnlos donnern, sonst ist eine differenzierte Kerngebung nicht möglich! Das Wesen natürlicher Klavier-Spieltechnik der individuellen Willkür anheimgestellt!

Es gibt in der Kunst des Klavierspiels basistechnisch nichts Bedeutenderes als die Tongebung. Erst über diese hinaus kann gesunde Klangkultur entstehen und gedeihen. Alles andere ist zweite Wahl und bleibt auf halber Strecke stehen, wie jeder sich selbst davon in den Meisterkonzerten überzeugen kann. Der „singende“Ton“ , der „ausgehörte“ Klang, der“angegebene“ Notenwert, die „liegenden“ Stimmen, „rhythmische“ Pausen, all diese Anforderungen bedürfen einer angemessenen Behandlung , am Vollkommensten durch inneres Hören: Voraushören, Nachhören, Durchhören, Aushören, Zusammenhören etc. Ohne inneres Hören kann Klaviertechnik keine gute Grundlage erfahren und weiterbilden, selbst als Koordination-Genie nicht! Natürlich stößt man auf Ablehnung bei Spielern, welche jedweder Form von „Königswegen“ grundsätzlich misstrauen, doch bei genauerem Hinhören wären die Zweifel wie weggeblasen. Die Plausibilität der „Methode der Methoden“ läge, bzw. liegt auf der Hand.

Stichwort: Artikulation!

 

http://www.pianistika.de

 

 

 

 

Das Wissen um die Einfachheit und das Inneren Hören in der Klavierspielkunst

Wie will man ein  Klavier-Lehrwerk des 20.Jahrhunderts heute noch verstehen lernen, um fachlichen Einblick in die Kunst des Klavierspiels nehmen zu können, wie sie nirgend wo anders aus deren Pädagogik so hervorgeht, als in der Pädagogik von Beata Ziegler und Elisabeth Caland (Ludwig Deppe)?

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Beata Ziegler

 

So einfach wie es scheinen sollte ist es scheinbar nicht, denn es ist bekannt, dass Klavierpädagogen/innen und Pianisten/innen sich nicht (!) ausreichend weiterbilden, gerade dann nicht, wenn sie Karriere machen müssen.

Wie jede andere Kunst ist die Klavierspielkunst und deren Spieltechnik ein hochgradig sensibles Unterfangen, wenn es einer Qualitätskontrolle unterzogen wird.  Doch wie genau sind denn heute die Merkmale einer, sagen wir „natürlichen“ oder „idealen“ Klavierspieltechnik zu definieren, dies käme folglich einer Ästhetik der Klavierspielkunst gleich? Wobei doch nebenbei bemerkt Superstars der Szene sich niemals einer noch so trefflichen Ästhetik unterwerfen wollten, aus angeblich „künstlerischen Freiheitsgründen“, um zu kaschieren, an welchem „wunden“ Punkt sie „ausgestiegen“ sind aus dem Weiterlernen auf solider Basis.  Es ließe sich fragen, wieso dann Carl Ph.E. Bach sich nicht zu schade dafür war hierüber nachzudenken und ein mehrere hundert Seiten langes Buchregelwerk mit dem Titel  „Ein Versuch über die wahre Art das Klavier zu spielen“ zu verfassen?

 

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Elisabeth Caland

Es gilt heute also wieder einmal die Parameter in Wort und Tat auszuloten, welche ein hochwertiges, künstlerisches Klavierspiel kennzeichnen und deren Merkmale zu charakterisieren.  Genau dies geschah auch von vereinzelten Personen (siehe Bilder!) des früheren 20.Jahrhunderts. Im späteren Ausgang des Jahrhunderts waren es dann deren Schüler und Pädagogen, die bis in die heutige Gegenwart  dies einzigartige Wissen um die Einfachheit und das Innere Hören in der Klavierspielkunst weiter zu geben trachten.

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Ludwig Deppe

Deckungsgleiche Parameter der „Methode der Methoden“ von Frederic Chopin und Ludwig Deppe enthüllte wie niemand anders zuvor Elgin Roth in ihren beiden, mehrfach ausgezeichneten Büchern.

Die Ahnungslosigkeit vieler heutiger Pianisten/innen sowie Pädagogen ist geradezu himmelschreiend, wie wenig sich „Ausbilder“ und Bühnenstars ernsthaft darum scheren, was die fortschrittlichsten Reformer der Klaviermethodik zu sagen wussten. Deren „künstlerische Freiheit“ bleibt durch mangelndes Wissen und Ignoranz so doch arg eingeschränkt, es fehlt an musikalisch methodischem und handwerklichem Wissen um die tatsächliche und wahre künstlerische Spieltechnik des Klaviers. Doch wenden wir uns ab vom Dreschgehabe heutiger, selbst weltberühmter Pianisten, aus welchen Schulen sie auch immer hervorgehen.    Wenden wir uns besser den Parametern von  Beata Ziegler, Ludwig Deppe,  Elisabeth Caland, Anna Stadler, Elgin Roth, Friedrich Rabl,  Marco Antonio de Almeida u.v.a. zu

 

 

 

Wiederentdeckung der pianistischen Einfachheit