KLAVIERSPIElKUNST und – Technik

(Gute Musik wirkt ewig.)

Selbst bedeutende Pianisten/innen der Vergangenheit, insbesondere der Gegenwart benützen ihren weltweiten Bekanntheitsgrad, um sich Karriere-Vorteile zu schaffen gegenüber ihrer Konkurrenten, indem sie versuchen neben einer erfolgreich vollzogenen Bühnenkarriere auch als professionale Botschafter der Musik und des eigenen Instrumentes sich in Szene zu setzen, somit sich ein unangefochtenes Denkmal für ewig zu verschaffen, dies allerdings in kurioser Weise meistens unklug und für deren Schülerkreise verhängnisvoll falsch, ja fatal sich auswirkend. Ein echtes Kunstverständnis des Klavierspiels ist heute als Mangelware nicht zuletzt auch klavierhistorisch begründbar –  die fälschliche Kultivierung der methodischen Missverständnisse, auch epochal, nahezu unüberwindbar.

Carl Philipp Emanuel Bach


Schon vor Zeiten Carl Philipp Emanuel Bachs galt es als höchstes Ideal ein cantables Spiel zu kultivieren, einen singenden Klavierton und -klang klavierspieltechnisch zu erzeugen und zu entwickeln. Wie aber ? – blieb bis auf den heutigen(!) Tag die alles entscheidende Gretchenfrage und wird es auch immer bleiben.. es ist nicht nur eine „Reise vorwärts“,  es ist auch eine Reise „rückwärts“  –  eine Reise in die Ewigkeit – in die Musik selbst und ihrer Meisterwerke? 

Sie begannen mit der Aufstellung eines IDEALS (eben des oben schon beschriebenen), dass der Klavierton weich wie kernig zu singen habe…..und in seiner entsprechenden Dauer und Wertigkeit auszuhalten, auszuhören sei… ähnlich einem Streichinstrument (Bogeneinteilung) oder dem Gesang (Atemstütze).                                              Klaviersignifikanter noch: Dass die zu spielende Noten entsprechend ihrer vollen Wertigkeit vom ersten Moment des Erklingens im Voraus(!) klangvorstellungsmäßig „anzugeben“ seien und dies nicht nur einem natürlichen Legato gegenüber, sondern auch einer Plastizität des mehrstimmigen, mehrdimensionalen Klavierklanges zuliebe, egal ob auf einem historischen Hammerklavier ..

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       ….. oder auf einem Steinway heutiger Zeit ausgeführt.  

Das Klavierspiel ist insofern auch schwieriger als jedes Musikinstrument, da kein Bogen bewegungs-technisch zur Verfügung steht, wie bei den Streichern, welche übers Klavier fälschlich das Gegenteil zu behaupten pflegen, indem sie glauben, es wäre dadurch unvergleichbar „leichter“. Auch keine Atemluftsäule des Bläsers scheint notwendig. Welche Tonerzeugungs-Nähe ist den gegeben am Klavier in Bezug auf den körperlichen Kontaktpunkt? Die nackte, kalte Taste, darüber hinaus noch das Pedal, die Pedale. Selbst das Vibrato ist nicht möglich. Nein – viele Streicher irren sich oder haben darüber doch wohl noch zu wenig Ahnung. (Andrerseits vergöttern sie Lang Lang, komisch, nicht?!)

Das lächerliche Virtuosengehabe heutiger Konzertpianisten/innen schreit förmlich zum Himmel und gilt eher als geschmacksverirrende Egoshooter-Manier, denn als kompetente Klavierspielkunst.
Wer je einmal tiefer hineingeraten sollte in den Pool der aktiven Pianisten und Klavierpädagogen, wird sich wiederfinden in einem TOHUWABOHU unterschiedlichster Halbwahrheiten, welche das künstlerische Klavierspiel anbelangen.

Schnell wird klar: Heute wird nicht einmal nur der „Versuch“ unternommen eine „wahre Art des Klavierspiels“ zu formulieren, so wie etwa schon vor mehreren hundert Jahren sich C.Ph.E.Bach bemühte diesen Versuch zu unternehmen. Unwissenheit aus Ignoranz gegenüber bestehendem Wissen ist heute Tagesordnung und wird an Musikhochschulen, besonders in Meisterkursen sogar weiter noch verbreitet. – Achtung! Verletzungsgefahr!!

„Nur wäre es zu wünschen, daß die Unterweisung auf diesem Instrumente hin und wieder etwas verbessert, und das wahre Gute, welches, wie überhaupt in der Musik, also besonders auf dem Claviere noch bisher bey wenigen anzutreffen gewesen ist, dadurch allgemeiner würde.“ 1753

Wie schon seit Bachsohn: Die Scharlatane hatten seitdem und haben nach wie vor leider immer wieder stets das Sagen. In der immerwährenden Minderheit sind diejenigen, welche unverbildet ihren eingeschlagenen Weg zu gehen bereit sind, ungeachtet der allgemeinen Ver(w)irrung um sie herum.  Selbst ein Chopin stufte die Tonbildung vorrangig dem Studium der Geläufigkeit spieltechnisch ein und wie recht hatte er damals schon. Heute spielt doch allerorts oberflächliche Geläufigkeit eine größere Rolle, dies wünschte er zeitlebens wohl auch zu verhindern.

Frederic Chopin


Die „allgemeinen“ Missverständnisse hierüber und deren Vergiftungspotential (Gidon Kremer) wirken sich aktuell heute ohnehin schon kritisch in allen wichtigen Bereichen des Musikbetriebs weiter aus (Tohuwabohu). Das Chaos kann kaum perfekter sein! Eine „wahre Lehre der Musik“ und deren adäquate Ausführung ist heute mehr denn je gefährdet, nicht alleine die der Instrumente!

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Erwartungshaltung der Zuhörerschaft gegenüber eines Klavierkünstlers vor und während des Konzerts – von Könnern, Kennern und Nichtkönnern


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Es gibt grob vereinfacht 3 verschiedene Kategorien innerhalb des Publikums:

 

> Könner (vorne links)

> Kenner (vorne mittig)

 > Nichtkönner (Reihe 2)                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           

Diese 3 Archetypen sagen erstmal nichts direkt über die spezifische Wahrnehmungsfähigkeit des einzelnen Rezipienten aus.  Auch Könner können“gekonnt“ hochkarätig irren,

… während Nichtkönner in der Einfachheit ihres Verständnisses die musikalische Auslegung des Pianisten eventuell natürlicher nachvollziehen und begreifen.

Nach dem Motto: Je mehr eine/r kann, desto tiefer kann er auch irren, bzw. fallen.

Deshalb tun sich allgemein Nichtkönner auch leichter.  Sie urteilen nach einem Gesamteindruck, oft sehr wahrheitsnahe.

Ein Könner hat dagegen viel mehr fachliches Wissen zu „verwalten“ und sucht Differenzierung.

Kenner sind meist sehr zurückhaltend in ihrer Beurteilung. Wie die Nichtkönner streben sie nicht(!) nach einer allgemein gültigen Wahrheit und geben sich beton unvoreingenommen.

…. im Gegensatz zu Könnern, welche die Urgestalt einer jeden Komposition verwirklicht hören/sehen wollen und die handwerkliche Spielweise des Pianisten zu verstehen trachten, zumal wenn sie selbst den Klavierlehrerberuf aktiv ausüben.

Könner, selbst in praxi pianistisch tätig, bemühen ihr analytisches Wahrnehmen so wie es Juroren im Musik-Wettbewerben tun, wenn auch  mit mehr Erfolg als Juroren.

Wie gesagt, der Irrwege gibt es genug, gerade unter den Könnern!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Klavierspielkunst und deren´Schulen´

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 UNBESCHRITTENE WEGE   –    KLANGKULTUR AUF ABWEGEN!

Die Ausbildungsschulen des künstlerischen, klassischen Klavierspiels unterscheiden sich im Großen, erst recht im  Kleinen kaum voneinander.  Trotz nach einem, auf den ersten Blick vielfältig unterschiedlichen,  jedoch nach genauerem Hinsehen,  sich nur bemühend um ein äußerliches Erscheinungsbild einer methodisch „möglichen“ Lehrweise (Didaktik), versuchen sie sich auf dem hart umkämpften Markt unter- und voneinander abzugrenzen. Diese alle zusammen bilden die Pianistinnen und Pianisten von Morgen aus, darunter auch Klavierspiel-Akademien jeglicher Art, nicht nur die sagenumwobenen Musikhochschulen – auch hier scheint die Masse standardmäßig das (träge) Sagen zu haben. Die fälschliche Sorge um einen Verlust der angeblichen(?) Vielfalt einer individuellen Spielweise, wie auch deren methodisch „unterschiedlichen“ Herangehensweisen musikalischer Natur, scheint nur vorgeschoben zu sein, um normativen, notwendigen Erkenntnissen leichterdings aus dem Wege zu gehen! Hiermit wird jedoch genau das Gegenteil bewirkt, alle spielen ähnlich unvollkommen. Warum?  Weil klaviermethodisch normative Erkenntnisse bisher kaum interessierten und deshalb auch geistig wie in praxi spielerisch quasi unbewusst geblieben sind.  Um der Spontanität des unbewussteren Spiels Willen, wird auf rezeptive Spielhaltung fast gänzlichst verzichtet. Ja, wie ist es denn um die rezeptive, klangfördernde Haltung des Spielers in Wirklichkeit bestellt?  Ein vielfach einziges Heischen nach „interpretatorischer“ Individualität, gleichgestellt mit „tatsächlicher“, leider fälschlich angenommenen Freiheit, nimmt den Großteil des Raumes ein, kaum mehr.  Schnelles, „sicheres“ Auswendiglernen und tempobetont schnelles Spiel meist als einzige, gewalt(tät)ige Herausforderung an die Gedächtnisleistung –  Klangkultur auf Abwegen!

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„Musikantentum am Klavier“ ist eine wichtige Errungenschaft heutiger Ausbildung.    Was, wenn eine übergroße Mehrzahl dieser Pianisten und Klavierspiel-Ausbilder unter Druck der beruflichen Vermarktung samt Ausbildung ein eigenes nach klangtechnischen Prämissen orientiertes Spiel sowie Technik unbeispielhaft und unvollkommen weitergeben auf der Konzertbühne oder im Unterrichtsraum und alle es dem gleichtun? Dann bleibt dies als der Mainstream und als Verkümmerung der allgegenwärtigen klassischen Klavierspielkultur inklusive seiner Scheuklappen nur noch übrig, eine Art geistige Digitalisierung unerworbener Fähigkeiten, eine zu geschlossene Schranke,  um in natürlicher Weise zu einer idealen Klangrealisierung am Instrument Zugang zu finden – wie schon beobachtbar über Jahrzehnte hinweg. Eine künstlerische Beispielhaftigkeit für zukünftige Generationen bleibt fast ausgeschlossen, mit seltensten Ausnahmen einiger Wenigen.   Unbeschrittene Wege, die zu gehen vorhanden wären, aber leider unbekannt geblieben sind, verhindern aktuell immer mehr die Idealhaftigkeit der klassischen Klavierspielkunst, allerorts.

Die Wiederentdeckung der Einfachheit, mit ihr die höchsten Errungenschaften der Klavierspielkunst ein Unding? Unter den vorherrschenden Bedingungen, der wenig geeigneten, oftmals ganzheitlich fälschlichen Lehrinhalte sicher ja. Man achte nur einmal auf die habituel exaltierten „Ausweich“-Gebärden der meisten Klavier-Hochbegabungen auf öffentlichen Konzertbühnen! Unter den Stars ergibt sich dasselbige Bild, der selbige defizitäre Klavierklang. Nicht die Bewegung ist es, die den idealen Klavierton erzeugt, sondern es ist der Geist, die ideale Klangvorstellung (der Geist) und deren analog spieltechnisch beste, ideale Umsetzung (das Körperbewusstsein/die Klavierspieltechnik) .

Motto: Technik ist die Vermeidung aller überflüssigen Bewegungen.

Der Schlüssel aller großer Klavierspielkunst liegt im rechten Hören, einem inneren Lauschen, einem inneren Hören, so wie es einst Beata Ziegler formulierte. Dieses Hören umfasst das damit einhergehende Wissen, in erster Linie das spieltechnische Bewusstsein um die klangentfaltenden Möglichkeiten des Klaviers. Genau diese werden nirgendwo im rechten Sinne gelehrt. Sie werden nur erahnt, jedoch nicht didaktisch als praktische Kunst gelehrt. Praktizieren kann es jeder nachdem er/sie es gelehrt bekam. Das Gros der Pianisten/innen weiß leider nicht viel darüber. Und das Publikum dadurch noch weniger. In der Schule hätte man nachsitzen müssen, um das Versäumte aufzuholen. In der Pianistenausbildung drängt ein jeder auf die Konzertbühne ohne dieses spezielle Bewusstsein, welches jedoch das Pianistische geradezu ausmacht.

Sollten nun denn alle Klavierkünstler, ob Pädagoge oder nur Künstler, nachsitzen? Meine Antwort wäre ein Ja, nicht alle, aber der überwiegend große Teil, darunter auch die Bekanntesten. Die Angelegenheit wäre schnell vermittelt, in einer Art Fortbildung, derer man sich unterziehen müsste, klavierspieltechnisch gesehen. Ob man danach seine Spielweise ein wenig umstellen müsste oder nicht, bliebe einem selbst überlassen.

Zuviel Angst ist im Spiel seine angebliche „Individualität“ verlieren zu können. Pianisten sind sensible Wesen! Sie wollen sich niemals verbiegen lassen. Dies führt zu einer Wiederentdeckung des Rades, des eigenen Hamsterrades sogar! Deshalb sträuben sich selbst Weltstars neu hinzu zu lernen – wie schade! Professoren der Klavierspielkunst sowieso, sie sitzen fest und stempeln alle als arrogant ab, die es besser wissen könnten!?

Das hat wieder dieselbe Methode, Scheuklappen aufsetzen! Jene Scheuklappen, die das innere Hören und dessen Klangkultur außer Kraft setzen! Dabei wäre es nicht allzu aufwendig, Neues hinzu zu lernen.

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Somit wird selbst die Unlust Neues hinzu zu lernen von Studentengeneration zu Studentengeneration unreflektiert weitergereicht.  Alles nach dem fälschlichen Motto, das Pianistenleben wäre zu kurz, um Neues zu erlernen. Nämlich: Ausgleich (Ballance), statt Ausweich(Exaltiertheit)! Also zweite Wahl, kaum die erste Wahl – so auch deren „Klavierspielkunst“!

Im Jazz wird es als „mit gezinkten Karten spielen“genannt, wenn eine/r nicht wirklich  frei spielt. Friedrich Gulda spielte echten Jazz dagegen – er konnte beides! Doch auch ein Genie wie Gulda, hätte womöglich profitiert. Sicher hätte er das! Auch ein Brendel hätte profitiert, vielleicht wollte er nicht mehr? Zuviel Erfolg macht blind, besser gesagt taub!

Die Wiederentdeckung der Einfachheit scheint keinesfalls einfach zu sein, wenn es um Offenheit und Transparenz des Pianisten geht. Die Pfade hierzu sind gelegt, wir müssten nur wieder dahin gelangen und sie neu beschreiten.  Jeder Tag ist ein neuer Tag,“ wir alle sind Anfänger“, sagte mir einmal ein mit der japanischen Tempelmusik vertrauter Großmeister des Shakuhachi-Spiels im Garten des Zenklosters.

Rezeptive Haltung erfordert geistige Durchdringung, allen praktischen Anforderungen gegenüber. Spontane Spielhaltung zielt meist auf Gewalt ab, wie das Wort „Anschlag“ schon zeigt. Wir „nehmen“ die Taste, den Akkord, wir „tragen“ den Klang, niemals schlagen oder sinnlos donnern, sonst ist eine differenzierte Kerngebung nicht möglich! Das Wesen natürlicher Klavier-Spieltechnik der individuellen Willkür anheimgestellt!

Es gibt in der Kunst des Klavierspiels basistechnisch nichts Bedeutenderes als die Tongebung. Erst über diese hinaus kann gesunde Klangkultur entstehen und gedeihen. Alles andere ist zweite Wahl und bleibt auf halber Strecke stehen, wie jeder sich selbst davon in den Meisterkonzerten überzeugen kann. Der „singende“Ton“ , der „ausgehörte“ Klang, der“angegebene“ Notenwert, die „liegenden“ Stimmen, „rhythmische“ Pausen, all diese Anforderungen bedürfen einer angemessenen Behandlung , am Vollkommensten durch inneres Hören: Voraushören, Nachhören, Durchhören, Aushören, Zusammenhören etc. Ohne inneres Hören kann Klaviertechnik keine gute Grundlage erfahren und weiterbilden, selbst als Koordination-Genie nicht! Natürlich stößt man auf Ablehnung bei Spielern, welche jedweder Form von „Königswegen“ grundsätzlich misstrauen, doch bei genauerem Hinhören wären die Zweifel wie weggeblasen. Die Plausibilität der „Methode der Methoden“ läge, bzw. liegt auf der Hand.

Stichwort: Artikulation!

 

http://www.pianistika.de

 

 

 

 

Das Wissen um die Einfachheit und das Inneren Hören in der Klavierspielkunst

Wie will man ein  Klavier-Lehrwerk des 20.Jahrhunderts heute noch verstehen lernen, um fachlichen Einblick in die Kunst des Klavierspiels nehmen zu können, wie sie nirgend wo anders aus deren Pädagogik so hervorgeht, als in der Pädagogik von Beata Ziegler und Elisabeth Caland (Ludwig Deppe)?

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Beata Ziegler

 

So einfach wie es scheinen sollte ist es scheinbar nicht, denn es ist bekannt, dass Klavierpädagogen/innen und Pianisten/innen sich nicht (!) ausreichend weiterbilden, gerade dann nicht, wenn sie Karriere machen müssen.

Wie jede andere Kunst ist die Klavierspielkunst und deren Spieltechnik ein hochgradig sensibles Unterfangen, wenn es einer Qualitätskontrolle unterzogen wird.  Doch wie genau sind denn heute die Merkmale einer, sagen wir „natürlichen“ oder „idealen“ Klavierspieltechnik zu definieren, dies käme folglich einer Ästhetik der Klavierspielkunst gleich? Wobei doch nebenbei bemerkt Superstars der Szene sich niemals einer noch so trefflichen Ästhetik unterwerfen wollten, aus angeblich „künstlerischen Freiheitsgründen“, um zu kaschieren, an welchem „wunden“ Punkt sie „ausgestiegen“ sind aus dem Weiterlernen auf solider Basis.  Es ließe sich fragen, wieso dann Carl Ph.E. Bach sich nicht zu schade dafür war hierüber nachzudenken und ein mehrere hundert Seiten langes Buchregelwerk mit dem Titel  „Ein Versuch über die wahre Art das Klavier zu spielen“ zu verfassen?

 

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Elisabeth Caland

Es gilt heute also wieder einmal die Parameter in Wort und Tat auszuloten, welche ein hochwertiges, künstlerisches Klavierspiel kennzeichnen und deren Merkmale zu charakterisieren.  Genau dies geschah auch von vereinzelten Personen (siehe Bilder!) des früheren 20.Jahrhunderts. Im späteren Ausgang des Jahrhunderts waren es dann deren Schüler und Pädagogen, die bis in die heutige Gegenwart  dies einzigartige Wissen um die Einfachheit und das Innere Hören in der Klavierspielkunst weiter zu geben trachten.

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Ludwig Deppe

Deckungsgleiche Parameter der „Methode der Methoden“ von Frederic Chopin und Ludwig Deppe enthüllte wie niemand anders zuvor Elgin Roth in ihren beiden, mehrfach ausgezeichneten Büchern.

Die Ahnungslosigkeit vieler heutiger Pianisten/innen sowie Pädagogen ist geradezu himmelschreiend, wie wenig sich „Ausbilder“ und Bühnenstars ernsthaft darum scheren, was die fortschrittlichsten Reformer der Klaviermethodik zu sagen wussten. Deren „künstlerische Freiheit“ bleibt durch mangelndes Wissen und Ignoranz so doch arg eingeschränkt, es fehlt an musikalisch methodischem und handwerklichem Wissen um die tatsächliche und wahre künstlerische Spieltechnik des Klaviers. Doch wenden wir uns ab vom Dreschgehabe heutiger, selbst weltberühmter Pianisten, aus welchen Schulen sie auch immer hervorgehen.    Wenden wir uns besser den Parametern von  Beata Ziegler, Ludwig Deppe,  Elisabeth Caland, Anna Stadler, Elgin Roth, Friedrich Rabl,  Marco Antonio de Almeida u.v.a. zu

 

 

 

Wiederentdeckung der pianistischen Einfachheit